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Grand Théâtre de Genève

Boulevard du Théâtre 11

CH - 1211 Genève 11

TEL +41 22 322 50 00

FAX +41 22 322 50 01

www.geneveopera.ch

Directeur général:

[Tobias Richter]

Secrétaire générale: [Claus Hässig]

Grosses Theater mit menschlichem Zuschnitt

Die Anfänge des Theaters in Genf gehen zurück auf das 18. Jahrhundert, als 1738 beim Jeu de Paume in Saint Gervais ein erster Theatersaal eröffnet wurde. Doch bereits im folgenden Jahr wurde den Schauspielern der Zugang zur Stadt verboten und musste das Theater wieder geschlossen werden. 1766 entstand im Parc des Bastions ein Theater aus Holz, das aber zwei Jahre später niederbrannte. Genf sollte indessen nicht lange ohne Theatersaal bleiben, denn am 18. Dezember 1783 wurde das Théâtre de Neuve eröffnet, das nach weniger als hundert Jahren zwischen 1878 und 1880 abgebrochen wurde. 1874 bewilligte der Stadtrat einen Kredit, der es dem Architekten Elysée Goss ermöglichte, den Grundstein zu einem Theater im Pariser Stil zu errichten, 1879 mit Rossinis „Wilhelm Tell“ eingeweiht wurde und rasch den zehnten Rang unter den europäischen Häusern einnahm. Zwei markante Ereignisse prägten die beiden letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts: Genf zeigte den „Lohengrin“ vor Paris und Massenet liess sich im Grand Théâtre persönlich feiern. Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sank die Aufführungsqualität, die Spielzeit 1926/27 sah weniger als 20 Vorstellungen und das Haus sah sich gezwungen, das Orchester und Ensemble zu entlassen. 1934 wurde das Theater durch die Société romande des spectacles reorganisiert, berühmte Chefs im Orchestergraben – Ernest Ansermet als Leiter – und grosse Sänger auf der Bühne lockten wieder ein zahlreiches Publikum an. Am 1. Mai 1951 artete ein pyrotechnischer Versuch während der Generalprobe zur „Walküre“ in ein Drama aus, denn innert dreier Stunden wurden die Bühne und der Saal durch eine Feuersbrunst zerstört. Gerettet werden konnten nur die öffentlichen Räume, der Eingang und die Foyers. Der Verwaltungsrat liess sofort Vorprojekte für den Wiederaufbau erarbeiten, doch die Stimmbürger lehnten nach einem Referendum am 30. Juni 1953 den vom Gemeinderat bewilligten Baukredit von 14 Mio. Franken ab. 1957 wurde dann aber ein von den Architekten Zavelani-Rossi (Mailand) und Schopfer (Genf) entwickeltes Projekt mit Dekorationen von Jacek Stryjenski genehmigt. Die Totalkosten beliefen sich schliesslich auf 26 Mio. Franken. Am 10. Dezember 1962 konnte das Grand Théâtre mit Verdis „Don Carlos“ wieder eröffnet werden. Als Verwaltungsorgan amtet seither die Stiftung Grand Théâtre und als Direktoren folgten sich Marcel Lamy, Herbert Graf, Jean-Claude Riber, Hugues Gall, Renée Auphan und seit 2001 Jean-Marie Blanchard. Nachdem die Bühnenmaschine während mehr als 30 Jahren gedient hatte, wurde sie während der Spielzeit 1995-96 erneuert und dislozierte das Theater vorübergehend in die Salle Turretini des zum Kulturzentrum umfunktionierten Rhonekraftwerkes. Heute bietet das Grand Théâtre jede Spielzeit rund hundert Vorstellungen und produziert es die meisten davon mit seinem eigenen Chor und Ballettkorps, seiner Technik und seinen Werkstätten und arbeitet zugleich eng mit dem Orchestre de la Suisse romande zusammen. Als Leuchtturm-Institution der Stadt Genf und der französischen Schweiz zählt das Theater über 6'000 Abonnenten. Durch Jugendveranstaltungen und die Zusammenarbeit mit andern Institutionen der Region pflegt das Haus einen Stil der offenen Türen, was sich nicht zuletzt in einer ausgezeichneten Sitzplatzauslastung niederschlägt. Das Grand Théâtre bietet 1488 Sitzplätze, der eiserne Vorhang ist 12 Tonnen schwer, die Bühne misst 17,6 x 31 x 30 m (BxTxH) und der Orchestergraben 18 x 5,7 m (BxT). 

 

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