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Schauspielhaus Zürich

Zeltweg 5

CH - 8032 Zürich

TEL +41 1 258 70 70

FAX +41 1 259 70 70

www.schauspielhaus.ch

Künstlerischer Direktorin:

[Barbara Frey]

Verwaltungsdirektor: [Peter Hüttenmoser]

Pendeln zwischen „Pfauen“ und Schiffbau

Bis anfangs des 19. Jahrhunderts galt Zürich als „theaterfeindliche“ Stadt. Das änderte sich mit dem Bau des Aktientheaters und später mit dem Stadttheater (siehe Opernhaus Zürich), das damals als Dreispartenhaus geführt wurde. Unter der Direktion von Alfred Reucker 1901 wurde begonnen, das Schauspiel auszulagern. Dazu anerbot sich das Pfauentheater, das einem Konglomerat von mehreren gastgewerblichen Bauten am Heimplatz entsprungen war und von der „Genossenschaft zum Pfauen“ getragen wurde. Reucker gelang es, das einstige Provinztheater zu einer angesehenen Bühne zu entwickeln. 1926 übernahm der Weinhändler Ferdinand Rieser das Haus, gründete die „Zürcher Schauspiel AG“ und führte es fortan nach kommerziellen Gesichtspunkten. Zugleich liess er das Gebäude durch Otto Pfleghard/Max Häfeli umbauen und die Zuschauerkapazität auf 939 Sitzplätze verdoppeln.

 

Zu einer Blüte kam es ab 1933, als deutsche und österreichische Künstler vor den Nazis nach Zürich flüchteten, 1938 auf Anstoss des Verlegers Emil Oprecht mit der Stadt die „Neue Schauspiel AG“ gegründet wurde und Oskar Wälterlin die Leitung des Hauses übernahm und diese bis zu seinem Tod 1961 beibehielt. Mit seinem Kurs und herausragenden Künstlern machte er aus dem „Pfauen“ eines der führenden deutschsprachigen Theater Europas. Neben Klassikern brachte er über 60 Uraufführungen zeitgenössischer Werke auf die Bühne, so von Brecht, Dürrenmatt, Frisch, Sartre, Wilder, Zuckmayer usw. 1951 lehnten es die Zürcher knapp ab, das Schauspielhaus in städtischen Besitz zu überführen, bewilligten aber 1975 eine Gesamterneuerung durch die Architekten Schwarz & Gutmann. Im Januar 1978 konnte das modernisierte Haus mit einer zweiten Bühne für kleinere Produktionen den Betrieb wieder aufnehmen.

 

Nach künstlerisch bewegten Jahren, begann unter dem Direktionspaar Gerd Leo Kuck (1992-99) und Marcel Müller (1991-2002) ein neues Kapitel in der Geschichte des Theaters am Pfauen. Sie reorganisierten und erweiterten den Betrieb auf das eigens dafür im Zürcher Industriequartier nach Plänen der Wiener Architekten Ortner & Ortner errichtete Kultur- und Werkzentrum Schiffbau. Es wurde am 21.9.2000 durch den heutigen Direktor Christoph Marthaler eingeweiht. Der Komplex ermöglicht rationellste Produktionsmethoden und birgt ein Hallentheater in der alten Schiffbauhalle der Sulzer Escher-Wyss AG, die „Box“ als zweite Spielstätte, ein Atrium für Freilichtaufführungen, Probebühnen, Werkstätten, Ateliers, Büros, Wohnungen, den Jazzclub Moods und das Restaurant LaSalle. Im Jahre 2000 wurde die Bühnentechnik am „Pfauen“, wo 745 Zuschauer Platz finden, erneuert und die Kellerbühne aufgehoben. Heute bringt das Gesamtunternehmen jährlich über 15 Neuproduktionen und rund 500 Veranstaltungen heraus. An das Budget von 45-48 Mio. CHF steuert die Stadt Zürich 33 Mio. bei. 2001 und 2002 wurde das Schauspielhaus zum deutschsprachigen „Theater des Jahres“ erkoren.

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